Donnerstag, 29. März 2012

Das Ende der Seminare


(Edited 2015. Only read old posts with this sentence. The thoughts are the same and not updated, but the text is bettered)


Teil 1 Ist eine Allgemeine Sicht auf das Thema

Teil 2 eine Strategie Besprechung für meine eigenen Szenen

Teil 3 kommt noch

Eines DER großen fundamentalen Probleme diverser großartiger Impulse des aktuellen Zeitgeistes, wie zB Integrale und evolutionäre Impulse, ist die "SeminarSzene". Dieses Wort lasse ich stellvertretend für alles stehen, was Seminar, Coaching-Ausbildung, Retreats und Workshops und vieles andere heißt.

Was passiert mit den tausenden von Menschen, welche jährlich viele tolle neue Seminar und Workshop und Retreat Veranstaltungen besuchen? Sie machen das ein paar Jahre lang - und wenn sie sich nicht irgendwann abwenden veranstalten sie selbst irgendwann solche Events.

Wie kommt das?

Betrachten wir die Sache mal mit Luhmann, systemtheoretisch.

Dieser postulierte, dass alles Systeme seien und dass die Interaktion/Kommunikation zwischen Systemen ein eigenes System darstellt, weiterhin dient ein beträchtlicher Teil dessen, was IN einem System passiert, der Reproduktion des Systems.

Bspw hat die Punk-Szene eine Weltanschauung, welche, bis auf die Existenz dieser Szene selber, keine Relevanz für die Welt hat, dafür aber für deren Mitgleider, welche sich über das Annehmen diser in die Szene eingleidrn, wodrcuh sich die Szene, also das System, wiedrum reproduziert.

Beispiel: Angenommen ich gebe Workshops über Politik. Meine WorkshopReihe/Szene ist ein System, die Politik ein anderes, und vielleicht gibt es eine konkrete Interaktion. Jedenfalls wird niemals das System Workshop INS System Politik übergehen, sie bleiben ewiglich getrennt.

Weiterhin: Die Idee über mögliche positive Veränderungen der politischen Landschaft dienen als Motivator für Menschen, zu dem Workshop hinzugehen. Es reproduziert also den Workshop, bzw die Szene erhält Sinn dadurch, Aber die Vorstellung welche INNERHALB der Szene existiert, ist von Aussen gesehen nur ein Mittel, durch welches sich die Szene reproduziert(Autopoieses), und wird niemals auf das andere System überspringen können.
Weiterhin werden diese Menschen, die Besucher, irgendwann selbst zu Seminarleitern. Das System Seminar ist hierbei auch zusammengesetzt und bezieht sich sowohl auf den Inhalt als auch darauf das die Idee "Seminar" reproduziert wird. Also kommen aus Seminaren viele andere Seminare, bzw es ist die ganze Zeit immer nur das gleiche System, welches sich selber reproduziert.

Das aber ist eine Wahrheit welche zutrifft wenn man sich ihrer nicht bewusst wird.

Es können durchaus Faktoren zusammenkommen, um diesen Zustand zu überwinden


man muss nur wollen
(weiter nächste Post)

Kommentare:

  1. Es könnte ja sein, daß Seminare nur eine Form gehobener Interaktion sind - sozusagen die "Kneipe für Intellektuelle". Dann wäre das ihr Sinn. Und wie die Medien nicht ständig über die täglichen Kneipengänge der Bauern berichten (obwohl es in jedem Dorf eine Kneipe gibt), so berichten sie halt auch nicht über die Alltags-Interaktionen anderer Bewußtseinsebenen (wobei das natürlich nicht ganz stimmt - im Manager-Magazin und im Spiegel wird schon recht regelmäßig über Coaching-Seminare berichtet.)

    Eine andere Erklärung wäre, daß die klassischen Massenmedien orange (nach Spiral Dynamics) sind, und Seminare grün - und den Medien daher einfach das Verständnis für Selbstentwicklung fehlt. Ihrer Sensations-Philosophie zufolge berichten sie mit Vorliebe dann über Selbsterfahrungsseminare, wenn es was zu lästern gibt. Coaching-Seminare bilden da ein wenig eine Ausnahme, weil sie für orange noch am verständlichsten sind: sich fit machen für den Job ist verständlicher, als nach einem ominösen "Sinn des Lebens" oder "Selbstverwirklichung" zu suchen.

    Ich habe auf Seminaren jedenfalls schon viel Spaß gehabt, interessante Menschen kennengelernt, mich in schöne Frauen verliebt und auch ein bißchen weiterentwickelt :-)))

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  2. ""Ich habe auf Seminaren jedenfalls schon viel Spaß gehabt, interessante Menschen kennengelernt, mich in schöne Frauen verliebt und auch ein bißchen weiterentwickelt :-)))""

    kann ich alles mit unterschreiben! ^^

    Es ist tatsächlich interessant, den bisherigen Sinn zu untersuchen, Cindsy Wigglesworth hat bspw neulich interessant darüber geschrieben, wie Seminare auch sowas wie eine pluralistisch-flexiblere weiterentwicklung von Tempeln oder ähnlichem sind - das war natürlich sehr spirituell bezogen.

    Insofern, ich finde es auch richtig den bisherigen Sinn so wie von ihnen begonnen en detail anzuschauen, ich reduziere hier absichtlich ein bißchen komplexität

    Mein Augenmerk in dieser Reihe ist die Frage nach einer gesellschaftlich relevanten Integralen Bewegung.

    An dieser Stelle danke für die Anmerkung, weil mir das erst dadurch so genau kommt - diese Interaktion soll hier auch programm sein, die Leser sind quasi mitautorInnen.

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